Mathe im Abitur


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Hallo ihr Lieben,   ich habe ein Problem. Ich habe nach abgeschlossener Ausbildung und fast 10 Jahre im Beruf mit dazu entschieden mein Abi zu machen. 2016 Habe ich 2 Semster (die 11. Klasse) besucht und wegen gesundheitlichen Problemen abbrechen müssen. Da ich genesen bin nehme ich mein Abitur wieder auf und beginne ab dem 3. Semester.   Ich war nie gut in Mathe und hatte schon in der 11 Schwierigkeiten, da Mathe so lange her war/ist. Ich habe wirklich einige Videos angeschaut zu Funkionen, Nullstellen, Gleichungen etc. aber irgendwie verstehe ich es nicht und habe langsam das Gefühl das ich zu dumm bin dafür. In keinem Fach habe ich Probleme nur in Mathe. Mittlerweile bekomme ich Schweißausbrüche und Magenkrämpfe wenn ich an Mathe denke.   MEINE FRAGE: Habt ihr Tips wie ich meine "Angst" vor Mathe überwinde ? Welche Themen sollte man können um ab der 11 also nach der 10 im Abi mit Mathe klar zukommen ?   Ich wäre für jeden Tip dankbar   LG   Rayn
 
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3 Antworten
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Mit der Angstbewältigung kann ich leider nicht helfen. Bezüglich der Themen: Im Abitur sind Nullstellenberechnung, meiner Erfahrung nach nicht allzu wichtig. Themen die du im Abi können solltest sind: Stochastik, analytische Geometrie, Analysis, Vektorrechnung, Wachstum. Es ist trotzdem von Vorteil die Mathematischen Grundlagen zum Auflösen von Gleichungen zu können (quadratische Ergänzung/ Ausklammern / Polynomdivision bzw Horner Schema usw). Besonders wichtig wird die Rechnung mit Ableitungen, ihren Stammfunktionen und den Regeln (Produktregel/ Quotientenregel/ Potenzgesetze/ Kettenregel). Hilfreich für die Vektorrechnung und Rechnung mit Parametergleichungen usw. können auch die Determinante, das Kreuzprodukt oder das Spatprodukt sein. Mathe im Abitur ist wirklich nicht so schwer wie man es sich vorstellt. Man macht sich selbst immer am meisten Stress. Bei meiner Abiprüfung bin ich auch mit einem ganz miesen Gefühl angetreten. Letztenendes war meiner Meinung nach die Abiklausur einfacher als die normalen Prüfungen im Schuljahr. trixxter, beantwortet vor 6 Monate, 1 Woche
 

Welche Grundlagen braucht man denn unbedingt dafür ? Klammerrechnen ? Oder sind das eigene Themen die nur normale mathematische Grundlagen nicht voraussetzen ? Raynfarmer, kommentiert vor 6 Monate, 1 Woche


Grundlagen wie Assoziativgesetz, Kommutativgesetz, Distributivgesetz sollten natürlich bekannt sein. Sinus und Cosinus sollten auch verstanden sein. also die absoluten mathematischen Basics was Termumformung und Funktionsverständnis angeht müssen da sein. Volumen und Flächenberechnung kann bei Anwendungsaufgaben der Integralrechnung nützlich sein. Bei Funktionen zB solltest du wissen wie sie Aufgebaut sind: f(x)= m*x + b (m= Steigung / b= y-Achsenabschnitt) und wie du wenn b nicht gegeben ist zB auf b kommst. Also normale Termumformung halt. Ein gewisses geometrisches Verständnis wird für die Vektorrechnung vorrausgesetzt. Umformungsregeln beim Ableiten sollten sitzen. dabei meine ich beispielsweise, dass Wurzel(5) dasselbe ist wie 5^(1/2). Oder: ln(x) abgeleitet 1/x (Logarithmusgesetze) ergibt. Im Internet gibt es auch Tabellen für sowas. Klar sollte auch sein, dass sin abgeleitet zu cos wird, dann zu -sin, dann zu -cos und dann wieder zu sin. (Ableitungsregeln) Also generell die folgenden Basics sollten bis zur Prüfung sitzen (die werden aber mit dem Üben nach einiger Zeit zur Selbstverständlichkeit, also keine Panik):

  • geometrisches Grundverständnis
  • Funktionen verstehen und konstruieren können (auch zeichnen)
  • Ableitungen erstellen + ihre Stammfunktionen bilden
  • Prozentrechnung
  • Termumformung
  • Gleichungen lösen
  • *****(Grundlagen im Berechnen von Nullstellen, Extremstellen und Wendestellen) nicht umbedingt das wichtigste, sollten aber am besten auch mitgelernt werden
  • Bestimmung ganzrationaler Funktionen
Das sind so die Grundlagen. Ich würde aber behaupten, dass die Abiturthemen auch ohne große Vorkenntnisse bewältigt werden können. die sind sehr eigenständig. ZB Integralrechnung. Hier brauchst du eigentlich nur die Ableitungsregeln und Stammfunktionsregeln. Höchstens noch Volumenberechnung oder Ähnliches bei Anwendungsaufgaben. Ansonsten ist das ein in sich abgeschlossenes Thema. Deswegen würde ich auch einfach an deiner Stelle versuchen direkt in den Abistoff einzusteigen. Alles weitere was beim Lernprozess dann an Grundlagen fehlt erübrigt sich entweder von selbst oder kann beim Lernen eben schnell gegoogelt werden. Nicht zu sehr an Grundlagen festbeißen.   Trixxter, kommentiert vor 6 Monate, 1 Woche


Vielen vielen Dank. Das hilft mir echt enorm weiter. Vielen Dank für deine Mühe und Hilfe Raynfarmer, kommentiert vor 6 Monate, 1 Woche


Kein Problem. Wünsche dir noch viel Erfolg :) Trixxter, kommentiert vor 6 Monate, 1 Woche

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Wichtig ist, dass du dir zu allen Themen und Aufgabentypen die ihr übt , „Kochrezepte“ schreibst. Also ein ganz allgemeines Vorgehen in kurzform, was du dann bei Aufgaben einfach nur Schritt für Schritt abarbeiten musst. Bsp: Abstand Punkt zu Ebene: 1) Normalenvektor der Ebene aufstellen 2) Lotgerade aufstellen (Stützvektor: Punkt P. / Richtungsvektor: Normalenvektor) 3) Schnittpunkt von Ebene und Gerade berechnen 4) Abstand der Punkte mit Hauptsatz berechnen Am besten machst du dir zu den Begriffen ein kleines Glossar, damit du mit den Fachbegriffen nicht verwirrt wirst. Wenn einer der obigen Schritten dann unklar sein sollte, dann einfach für diesen Schritt nochmal ein eigenes kleines Kochrezept erstellen trixxter, beantwortet vor 6 Monate, 1 Woche
 
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So beispielsweise hat einer meiner Lernzettel ausgesehen. Auf diese Weise kannst du dann den ganzen Abiturstoff auf ca. 20 Din A4 Seiten runterbrechen.

:)

trixxter, beantwortet vor 6 Monate, 1 Woche
 
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